Carls Schreiberin

Zeche Carl, Essen

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Eiergeschichten #2 – Das Überraschungsei

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Im zweiten Teil unserer Serie “Eiergeschichten” erzählt Zalmai, was alles passieren kann, wenn man sein Überraschungsei auch nur ein paar Sekunden aus den Augen lässt. Für ihn wenig überraschend – für uns schon!

Wir saßen alle am Tisch, da legte Tobias eine Tüte auf den Tisch. Wir wussten nicht, was drin war. Dann holte er ein paar Überraschungseier aus der Tüte. Meine Augen beobachteten nur die Tüte voller Schoko-Eier. Ich wartete darauf, dass er sie an uns verteilt. Nach ein paar Minuten gab er jedem ein Schoko-Ei und alle fingen an zu essen. Ich wollte auch essen, aber dann dachte ich mir, dass ich es lieber zu Hause essen sollte. Auf dem Weg schaute ich nur das Ei an und erinnerte mich an meine Kindheit, als unsere Mama an Neujahr jedem von uns ein gekochtes Ei gab und wie sehr wir uns immer darauf gefreut hatten. Die Zeit läuft, aber die guten und schlechten Erinnerungen bleiben im Kopf. Das war eine der guten Erinnerungen meiner Kindheit. Ich schaute weiter das Ei an, und bis ich zu Hause war, kamen viele weitere Gedanken in meinen Kopf. Oh! Endlich zu Hause. Ich warf meine Tasche in die Ecke und setzte mich auf die Couch.
Ich fing an die Schokolade zu essen, dann baute ich das Spielzeug zusammen. Da klopfte jemand an die Tür. Ich ging zur Tür, aber sollte ich das Ei nicht besser verstecken? Nicht das Zaheen – mein Papagei – das Ei mitnimmt, weil der immer die Chance sucht, etwas kaputt zu machen oder etwas zu essen. Immer wenn ich irgendwo hingehe: Nach einer Minute macht er alles kaputt. Und wenn es was zu essen gibt, isst er es auf. Als ich zurückkam, sah ich, dass Zaheen schon auf dem Tisch saß und einen Teil des Spielzeugs im Schnabel hatte. Oh nein! „Zaheen!!! Komm her! Gib es mir!!!“ Oh Mann! Das wusste ich doch. Verdammt! Warum habe ich es nicht weggepackt? Zaheen rannte mit dem Spielzeug im Schnabel weg. Ich rannte ein paar Minuten hinter ihm her und schrie: “Zaheeeen! Gib!” Aber er hörte nicht und versteckte sich unter dem Tisch. Als ich ihn fing, hatte er es schon kaputt gemacht. Naja. Ich aß die Schokolade und gab den Rest des Spielzeugs auch meinem Papagei.

Zalmai Ahmadzai

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