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Weltflüchtlingstag // Interview mit Bernd Alles

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Um uns einen Überblick über den Aktionstag zu verschaffen, hat Weronika Kapala den Moderator der heutigen Podiumsveranstaltung, Bernd Alles, gefragt, was heute alles in der Weststadthalle passiert.

Weronika: Was ist denn heute? Wieso haben wir uns hier versammelt?

Bernd: Heute ist der Weltflüchtlingstag. Wir haben verschiedene Schulen in die Weststadthalle eingeladen. Es gibt zwei Gruppen. Die erste kommt früh am Morgen, schaut sich erst die Stationen an und bleibt dann bis zum Ende der Podiumsveranstaltung. Die andere fängt erst mit dem Podium um 12 Uhr an und beschäftigt sich dann mit den Stationen. Die Stationen sollen die Jugendlichen darüber informieren, wieso die Menschen überhaupt fliehen müssen. Es ist schwierig, aus der Heimat fliehen zu müssen. Krieg ist oft der wichtigste Grund.

Weronika: Und wozu soll es dienen, dass die Jugendlichen sich hier informieren?

Bernd: Sie sollen sich einen Blick verschaffen, was Flucht überhaupt bedeutet. Die Menschen sind oft verzweifelt, wissen nicht was sie tun sollen. Und die einzige Option, die dann bleibt, ist Flucht. Das Verstehen, wieso Flüchtlinge hier sind, ist meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt. Genau darüber wollen wir die Jugendlichen heute informieren.

Weronika: Wie schafft ihr es, dass die Veranstaltung sowohl informativ als auch interessant für die jungen Menschen ist?

Bernd: An den Stationen gibt es nicht nur Informationen, sondern vor allem auch Spiele, die das ermöglichen sollen. Die Jugendlichen erfahren etwas zum Thema Flüchtlinge, indem sie etwas Spannendes selbst ausprobieren, statt nur langweilige Sachen zu hören. Ich finde es sehr wichtig, das Ganze interessant zu machen.

Weronika: Was passiert denn in der Podiumsveranstaltung um 12 Uhr?

Bernd: Wir haben zwei Politiker eingeladen. Den Oberbürgermeister Thomas Kufen und den Justizminister Thomas Kutschaty. Der Oberbürgermeister wird von einer Reise in den Irak erzählen. Ich finde das sehr spannend, weil es eine sehr authentische Erfahrung ist. Zum Schluss gibt es eine Performance von Pu (RebellComedy), damit die Veranstaltung für die Jugendlichen auch wirklich spannend bleibt!

Weronika: Wieso sind gerade Politiker eingeladen worden?

Bernd: Wir haben sie eingeladen, um zu zeigen, wie wichtig das Thema ist. Über Spiele hinaus soll eine solche Veranstaltung ja auch informativ sein. Wir wollen das Bewusstsein für die Thematik schärfen. Die Jugendlichen sollen ein Gespür dafür bekommen, dass die aktuelle Flüchtlingssituation ein weltweites Problem ist. Und dass sie selbst die Zukunft sind, dass sie selbst später mit diesem Problem umgehen müssen.

Text: Weronika Kapala

Foto: Zalmai

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