Carls Schreiberin

Zeche Carl, Essen

Carls Schreiberin
Carls Schreiberin
Carls Schreiberin im Einsatz

29. Juli 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Beiträge der Video-Redaktion

Am Weltflüchtlingstag in der Weststadthalle in Essen waren wir mit zwei jungen Redaktionsteams vor Ort.

Die Beiträge unsere Blogger-Teams konntet ihr hier im Blog bereits nachlesen. Nun folgen die Beiträge des Video-Teams. Das Video-Team bestand aus Merve (18 Jahre), Lara (20 Jahre), Joelle (18 Jahre), Leonhard (18 Jahre) und Santino (17 Jahre). Unterstützt wurden sie von Cornelius Kämmerling.

Interview mit Pu (RebellComedy) from Zeche Carl on Vimeo.

Fotoaktion „Mein Gesicht – Meine Meinung!“ from Zeche Carl on Vimeo.

 

Viel Spaß damit!

Eure jungen Wortklauber

Circles-of-Life

22. Juli 2016
von junge Wortklauber
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Performance „Circles of Life“ // Die Welt ist meine Heimat

Unsere Wortklauber-Redakteurin Julia Radacz (15) war am 16. Juli live bei der Abschlussperformance des Projekts „Circles of life“ vor Ort und berichtet. „Circles of life“ ist ein Projekt vom Jugendamt der Stadt Essen, der Jugendhilfe Essen, dem AKj und der Zeche Carl.

Vor der Performance hatte ich die Möglichkeit, mit dem Projektleiter Bernd Alles zu sprechen. Er erzählte mir, dass die Präsentation eine Woche lange von einer großen Gruppe von Jugendlichen zwischen 10 und 25 Jahren in verschiedenen Workshops (Tanz, Musik, Rap, Graffiti, Malerei, Video/Foto, und bildende Kunst) erarbeitet worden war.

Um 18 Uhr ging die öffentliche Performance auf dem Vorhof der Zeche Carl los, auf der ein Gerüst als Bühne aufgebaut war. Am Anfang wurden alle herzlich begrüßt. Dann betrat ein vielleicht zwei Meter hohes Monster den Platz. Wie es aussah, ist schwer zu beschreiben. Ein bisschen Elefant, ein bisschen Raupe. In dem Monster waren Tänzer, die für die Bewegung des Monsters sorgten. Dann trat ein Rapper auf das Gerüst, der über das Leben sang. Texte, die sehr zum Nachdenken anregten. Dazu tanzten weitere Streedancer auf dem Platz.

Eine neue Szene begann: Zwei Figuren, noch etwas größer als das Elefanten-Raupen-Monster betraten den Platz. Auch sie wurden durch Tänzer bewegt und gelenkt, nun aber von außen. So schienen die Monster fast selbst zu tanzen. Dazu sangen wieder Rapper. Zwei Deutsche, ein Iraker und ein Syrer. Sie alle rappten auf Deutsch. Egal wie die Muttersprache war. Zwischendurch wurde auch ein Lied gesungen, das wahrscheinlich ein traditionelles arabisches Lied war.

Sehr gut gefallen hat mir die tolle zwischenmenschliche Atmosphäre, die herrschte. Obwohl die Teilnehmer ja nur eine Woche zusammengearbeitet hatten. Besonders schön war, dass am Projekt Menschen aus aller Welt beteiligt waren. Viele konnten noch nicht gut Deutsch. Und trotzdem haben sich alle gut verstanden. Es war beeindruckend zu sehen, wie sehr gemeinsames künstlerisches Arbeiten eine Gruppe zusammenschweißen kann.

Zum Abschluss wurden Plakate auf die Bühne getragen. „Die Welt ist meine Heimat und die Menschen sind meine Geschwister“, stand darauf. Und: „Die Menschen sind nett. Wenn du noch keinen getroffen hast, dann sei einer!“

Diese Sätze haben sie nicht einfach bloß auf die Plakate geschrieben. Sie haben mit ihrer ganzen Performance vielmehr gezeigt, dass Menschen weltweit wie Geschwister sein können.

Schade, dass die Performance nur eine Stunde gedauert hat. Ich hätte noch sehr viel länger zuschauen können!

Text: Julia Radacz

Foto: Heike Kandalowski

2_Bild

28. Juni 2016
von Carls Schreiberin
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Schreibambulanz

Letzten Samstag. Extraschicht. Mein dritter Einsatz in der Schreibambulanz. Ambulanz? Ja, genau! Als Texterin für akute Karten-Schreib-Notfälle.

Erster Einsatz war: Valentinstag. Liebesgrüße an Freund/Freundin, Mann/Frau, Mama/Papa/Oma/Opa/Kind, gute Freundin/beste Freundin/BFF = best friend forever.

Zweiter Einsatz: Muttertag. Grüße an Mütter aller Altersgruppen.

Und nun eben: Extraschicht.

Mein Job? Erforschen, was auf die Karte muss. Schöne Worte dafür finden. An wen die Karte geht, muss der Absender natürlich selber wissen. Da kann ich nur nachhelfen.

Wozu sollte man heute noch Hilfe brauchen beim Karten-Schreiben? Können doch fast alle schreiben mittlerweile. Am Valentinstag im Alleecenter in Altenessen waren auch nur Leute unterwegs, die sehr wohl schreiben konnten (abgesehen von wenigen Vorschülern/Erstklässlern). Hilfe konnten sie trotzdem brauchen. Weil ihnen das Formulieren eben nicht so leicht von der Hand geht wie mir. Ich kann andere Sachen nicht. Vielleicht sollte ich Karten-Schreiben als Tauschgeschäft anbieten. Suche: jemanden, der mir einen Knopf annäht. Biete: Valentinskarte.

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21. Juni 2016
von Carls Schreiberin
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CARLs Schülerredaktion // schaut euch die Welt an

„So sieht also ein Journalistenmorgen aus: ohne Kaffee aus dem Haus und gleich rein ins Getümmel“, beginnt Leon den ersten Blogeintrag von CARLs Schülerredaktion am Weltflüchtlingstag in der Weststadthalle.

Die Redaktion bestand aus Zalmai (17 Jahre), Weronika (17 Jahre) und Leon (18 Jahre). Außerdem Sabrina Sapone von der Zeche Carl, die Texte und Fotos online stellte, und einer parallel aktiven Video-Redaktion um Cornelius Kämmerling. Und aus mir als Redaktionsleitung. Lag ja nahe. Immerhin gehört die Schülerredaktion zum Projekt „Im Anfang war das Wort“.

CARL deshalb so: Wir brauchen noch ne Redaktionsleitung für die Schülerredaktion. Machst du doch, oder?

CARLs Schreiberin so: Klar.

Und dann später als Nachtrag: Oh, oh …

Nämlich: Für Samstag hatte ich meinen Umzug geplant, Sonntag stand die Buchpräsentation der neuen Bände unserer Projektfamilie „FlussLandStadt. Eure Heimat – euer Roman“ an (natürlich auf CARL, wo auch sonst?) und Montag dann also Schülerredaktionsleitung.

Aber nichts geht über eine Portion Größenwahn.

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20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // zum Schluss

Abschließend möchten wir mitteilen, dass uns die heutige Veranstaltung sehr viel Spaß gemacht hat. Wir haben sehr viel über die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, gelernt. Es hat uns zum tiefen Nachdenken gebracht. Wir würden uns sehr freuen, nächstes Mal wieder dabei zu sein und von der Veranstaltung berichten zu können.

Weronika Kapala, Zalmai Ahmadzai und Leon Schuster

 

P.S.: Das Angebot war so groß, dass wir folgende Stände nicht mehr besuchen konnten (wir sind halt auch nur Menschen): Aktionsstand „Zahlen – Fakten CHECK!“, Infostand Pro Asyl Essen, Info- und Aktionsstand der Falken Essen, Aktionsstand „Elfchen – kreatives Schreiben“, Info- und Aktionsstand Jugendpsychologisches Institut, den Infostand der Ehrenamtsagentur, Infostand zum runden Tisch „Werden hilft“, Infostand zur Ausstellung „Volksbund Deutscher Kriegsgräber“ (hier haben wir leider den Bericht „mein Opa , der Flüchtling“ verpasst) und Aktionsstand „Erstmal zu(m) Flüchtlingskiosk!“.

P.P.S.: Lasst die Finger von philippinischen Fruchtbonbons, wenn ihr nichts Scharfes vertragt …

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20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Aktion: Ankommen

Hier ging um die Situation in den Flüchtlingsheimen in Deutschland.

In einem Zelt konnte man sich anschauen, wie es in dem Zimmer eines Flüchtlingsheims aussieht: 2 Schränke und 4 Betten. Die Menschen werden bunt zusammengewürfelt in ein Zimmer gesteckt. Manche mit Familie, andere mit völlig Fremden. Privatsphäre gibt es nicht.

Jugendliche unter 18, die unbegleitet reisen, kommen in Einrichtungen der Jugendhilfe. Dort wird ein Vormund für sie bestimmt.

 

Text: Leon Schuster und Zalmai Ahmadzai

Foto: Zalmai Ahmadzai

13 asyl

20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Duldungsmühle

Der Stand hier hat ein Geschicklichkeitsspiel angeboten. Man bekam einen Film zu sehen, der sagte, man müsse auf einen Stempel drücken und dann auf ein Symbol. Dieses Symbol stand für eine Sache, die man beantragen wollte und war entweder ein Auto, ein Handy, Geld oder ein Flugzeug. Dann hatte man 90 Sekunden Zeit, die entsprechenden Hebel zu drücken. Hat man es geschafft, ist der Antrag durchgekommen. Mein Reiseantrag ist leider nicht durchgekommen. Lag vielleicht daran, dass wir nach so vielen Stunden Bloggerarbeit ganz schön K.O. sind. Oder die Maschine kaputt. Oder die Aufgabe auch tatsächlich gar nicht so einfach …

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12 gesicht

20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Mein Gesicht – meine Meinung

„Ich liebe Menschen, die mich zum Lachen bringen, auch wenn ich nicht will“, schreibt ein Schüler auf eine transparente Wand und lässt sich dahinter fotografieren.

Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen hatten in dieser Aktion die Möglichkeit, eigene Meinungen und Aussagen zu äußern, indem sie diese auf eine transparente Wand schrieben und ihre Gesichter dazu fotografieren ließen. Ich finde die Idee der Station sehr interessant, denn jeder hat seine eigene Meinung und hier kann man diese äußern und sein Gesicht dazu zeigen.

 

Text: Weronika Kapala

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20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Fluchtweg „Fluchtursachen“

Vor der Weststadthalle stand ein LKW, der dem LKW ähnlich war, in dem in Österreich 71 Menschen auf der Flucht gestorben sind. Im LKW war eine Landkarte, auf der Symbole waren. Diese Symbole standen für Fluchtgründe. Zum Beispiel für Terroristen in Nahost und Afrika, für gleichgeschlechtliche Liebe in Russland. Damit die Menschen aus diesen Gründen flüchten können, sind sie häufig auf die Hilfe von Schleppern angewiesen.

Im Lastwagen waren Markierungen, die anzeigten, wie viel Platz jedem der 71 Menschen im LKW blieb. Dieser Platz war erschreckend klein.

Leons Meinung: Darin Stunden auszuhalten, ist selbst mit offener Luke kaum vorstellbar.

Zalmais Meinung: Ich habe selbst 34 Stunden in so einem LKW zubringen müssen, als ich nach Deutschland gekommen bin.

 

Text: Leon Schuster und Zalmai Ahmadzai

Foto: Zalmai Ahmadzai

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20. Juni 2016
von junge Wortklauber
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Weltflüchtlingstag // Bericht vom Podium

Um zwölf Uhr fand die Podiumsveranstaltung auf der Bühne statt. Die Moderatoren Daniel Dimke und Bernd Alles erzählten erst mal von den Stationen, an denen man sich beteiligen und sich zum heutigen Thema informieren konnte.

Thomas Kutchaty, der Justizminister von Nordrhein-Westfalen, und Thomas Kufen, der Oberbürgermeister von Essen, wurden auf die Bühne gebeten. Thomas Kufen hat von einer Reise im Nordirak berichtet. Die geflüchteten Kinder und ihre Familien werden unter sicheren Bedingungen in Containern untergebracht und versorgt. Die Bildung spielt erst die zweite Rolle, denn die Unterkunft und das Überleben haben eine höhere Priorität. Krieg, eine schwierige Wirtschaftssituation und keine Perspektiven für die Zukunft sind die Hauptgründe, wieso die Menschen aus ihrer Heimat fliehen.

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